Vorsorge

Auflagen des Umweltministeriums für Transporte aus KKW Krümmel

Das Atomkraftwerk Krümmel darf seine Atommülltransporte nach Gorleben erst wieder aufnehmen, wenn die Ursache für die Überschreitung der Verstrahlungsgrenzwerte geklärt ist. Diese Auflage erteilte das Wirtschaftsministerium. Zudem müssten Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Das Bundesumweltministerium will der Wiederaufnahme von Atomülltransporten aus dem Atomkraftwerk Krümmel nur zustimmen, wenn die Ursachen für die Überschreitung des Kontaminationsgrenzwertes an fünf Behältern geklärt sind. Zudem müsse für die Zukunft sichergestellt sein, dass Vorsorge zur Verhinderung solcher Überschreitungen getroffen ist, teilte das Ministerium in Berlin mit.

Bei der Einlagerung der Atommüllbehälter aus dem schleswig-holsteinischen Kernkraftwerk Krümmel im niedersächsischen Abfalllager Gorleben waren nach Angaben des Umweltministeriums in Hannover erhöhte Strahlungswerte festgestellt worden. Gefahr für die Umgebung und das Betriebspersonal habe "nach derzeitiger Abschätzung" aber nicht bestanden, teilte die Behörde mit. Darauf hin hatte die schleswig-holsteinische Atomaufsicht den Transport weiterer Behälter vom KKW Krümmel nach Gorleben gestoppt.

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