Suche nach Verantwortung

Aufklärung über Störfall bei Urananreicherung gefordert

Der Arbeitskreis Umwelt fordert noch vor den Osterferien Aufklärung über einen Störfall vom 21. Januar in der Urananreicherungsanlage Gronau. Man habe den Eindruck, die Atomaufsicht sei auf Tauchstation gegangen, so die Bürgerinitiative. Bei dem Zwischenfall war ein Mitarbeiter verstrahlt worden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Gronau (ddp/red) - Die nordrhein-westfälische Atomaufsicht, die bei der Landesregierung angesiedelt ist, sei auf Tauchstation gegangen, erklärte am Sonntag ein Sprecher der Bürgerinitiative. Bei dem Zwischenfall war Uranhexafluorid (UF6) freigesetzt und der Mitarbeiter verstrahlt worden.

Nachdem der Betreiberkonzern Urenco die Verantwortung für die Kontamination eines Urenco-Mitarbeiters der schwedischen Atomfirma Westinghouse zugeschoben hatte, weist Westinghouse jetzt die Verantwortung offenbar Richtung Urenco zurück. Die Bürgerinitiative fordert die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage.

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