Zeitungsbericht

Auch in Mecklenburg ziehen Energiepreise weiter an

Auch im Norden Deutschlands wird die Energie teurer: Wie die "Schweriner Volkszeitung" heute berichtete, werden E.ON Hanse, die Stadtwerke Schwerin und Rostock ihre Gaspreise um bis zu zehn Prozent erhöhen. Über die von 20 Versorgern beantragten Strompreiserhöhungen sei noch nicht entschieden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - Auch die Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich ab Januar auf höhere Gaspreise einstellen. Wie die "Schweriner Volkszeitung" (Donnerstagausgabe) berichtete, werden die Versorger E.ON Hanse sowie die Stadtwerke Schwerin und Rostock die Tarife mit Jahresbeginn um bis zu zehn Prozent erhöhen. Über die von 20 Versorgern beim Wirtschaftsministerium beantragten Strompreiserhöhungen sei noch nicht entschieden worden.

Von den um zehn Prozent steigenden Gastarifen bei E.ON Hanse sind dem Blatt zufolge etwa 60 000 Kunden in Mecklenburg-Vorpommern betroffen. In Rostock verteuerten sich die Preise zwischen sechs Prozent für Kleinverbraucher und zehn Prozent für Einfamilienhausbesitzer. In Schwerin verlange die Energieversorgung zwischen 5,7 und 10,5 Prozent mehr. In beiden Städten seien 71 000 Kunden von den geplanten Erhöhungen betroffen.

Die zum 1. Januar beabsichtigten Steigerungen bei den Strompreisen werden dem Bericht zufolge vorerst nicht wirksam. Bislang hätten die Energieunternehmen den Tarifanstieg nicht ausreichend begründen können, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums der Zeitung.

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