0,5 Cent

Auch Gasag erhöht zum 1. Oktober die Preise

Zum 1. Oktober werden auch in Berlin die Gaspreise steigen. Die Gasag erhöht den Preis je Kilowattstunde um 0,5 Cent. Für Haushalte mit einem jährlichen Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden bedeutet das eine jährliche Mehrbelastung von 120 Euro. Verbraucherschützer raten, der Erhöhung zu widersprechen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/sm) - Auch der Berliner Erdgasversorger Gasag erhöht zum 1. Oktober die Gaspreise. Der Tarif und die Sondergaspreise sollen um 0,5 Cent je Kilowattstunde steigen, wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Berlin sagte. Dies führe bei einem jährlichen Gasverbrauch von etwa 20 000 Kilowattstunden zu einer monatlichen Mehrbelastung von etwa zehn Euro.

Als Grund für die Tariferhöhung nannte das Unternehmen den gestiegenen Importpreis für Erdgas. Dieser habe sich seit Juni 2004 um 30 Prozent erhöht und sei derzeit auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren.

Ein Sprecher der Berliner Verbraucherzentrale empfahl am Donnerstag, der Preiserhöhung bei den Gaskonzernen schriftlich zu widersprechen. Außerdem sollten Verbraucher ankündigen, die Erhöhung nur unter Vorbehalt zu zahlen. Zudem bestehe die Möglichkeit, die Rechnungsbeträge selbstständig um die Tariferhöhung zu kürzen. Der Kunde müsse dann aber damit rechnen, dass es zu einer "gerichtlichen Klärung" kommt, betonte der Sprecher.

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