Gegen Einnahmeverluste

Auch für Energieversorger: WetterRisiken sind versicherbar

Zu warm, zu viel Regen, zu wenig Wind - Energieversorgungsunternehmen sind sowohl bei Absatz als auch bei Erzeugung von Energie stark vom Wetter abhängig. Aus diesem Grund sind für sie die sogenannten WetterDerivate wie gemacht: Mit dieser Art der Versicherung kann sich das Unternehmen gegen für ihn ungünstige Wetterbedingungen absichern.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Der Geschäftsführung des Golfclubs Gut Apeldör in der Nähe von Hamburg macht Regen nichts mehr aus. Zusammen mit den WetterRisikoExperten von FinanzTrainer.com, einem unabhängigen Beratungsunternehmen für WetterRisikoManagement, wurde das Geschäft gegen Einnahmeverluste durch verregnete Tage versichert. Das passende Produkt ist ein sogenanntes WetterDerivat.

Der Wetterabhängigkeit ein Ende!

"Energieabsatz und -erzeugung sind ebenfalls stark wetterabhängig. Auch Energieunternehmen haben Probleme mit Regen und anderen Wettervariablen. So könnten z.B. Wasserkraftwerke sich gegen ausbleibenden Regen mit WetterDerivaten versichern und so erfolgreich RisikoManagement betreiben", beschreibt Hans Esser, Inhaber von FinanzTrainer.com, sein Arbeitsgebiet. Auch Fernwärme, Gasversorger, sowie Solar- und windabhängige Unternehmen seien aufgefordert, ihre Abhängigkeit vom Wetter zu beenden.

Rechtliche Notwendigkeit der Risikoüberwachung

Risikoüberwachung sei auch aus rechtlicher Sicht eine Notwendigkeit, so der Rechtsanwalt Dr. Jörg Fried von der Berliner Sozietät Linklaters Oppenhoff & Rädler. Unternehmensvorstände seien aufgrund des "Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich" (KonTraG) dazu verpflichtet, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Wetter sei in vielen Branchen ein zusätzliches "wirtschaftliches Risiko", das sich ganz erheblich auf die Umsätze auswirken könne. Aus dem KonTraG folge, dass auch solche Risiken erkannt und unter Umständen entsprechend abgesichert werden müssten.

Aufklärung ist gefragt

"Man muss nur wissen wie es geht", preist Hans Esser deshalb die dritte Auflage des Workshops "WetterRisikoManagement mit WetterDerivaten" an. Am 13. Juni werden in Düsseldorf namhafte Co-Referenten von u.a. WetterOnline und Deutsche Bundesbank zu Themen wie "WetterRisiko & WetterDerivate", "Anwendungen & Absicherungen" und "Pricing & Bewertung" referieren.

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