Erst später kürzen

Auch FDP kritisiert Pläne zur Solarkürzung

Die FDP ist mit den Plänen des Bundesumweltministeriums für den Umbau der Solarförderung nicht einverstanden. Zwar sei es richtig, Überförderungen bei Photovoltaik-Anlagen abzubauen, aber dies dürfe nicht den Ausbau der Solartechnik zunichte machen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

München (afp/red) - "Wir kommen nicht mit der Axt", sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP, Michael Kauch, der "Süddeutschen Zeitung". So solle die geplante Kürzung für Ackerflächen sanfter ausfallen als geplant, fordert die FDP.

Mehr Solarförderung für ertragsarme Äcker

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte vorgeschlagen, auf Äckern künftig 25 Prozent weniger Einspeisevergütungen zu zahlen als bisher, auf anderen Freiflächen dagegen nur 15 Prozent weniger. Stattdessen will die FDP künftig auch nach der Qualität der Äcker unterscheiden. Auf ertragsarmen Äckern sollen Solarmodule so weiter eine Chance haben. Andernfalls würden kostspieligere Dachanlagen gegenüber jenen auf Flächen bevorzugt. "Das kann den Verbraucher teuer zu stehen kommen", sagte Kauch.

Zudem solle die Förderung erst später als bislang geplant in Kraft treten, fordern die Liberalen. Ursprünglich sollten die Fördersätze für Dachanlagen schon zum 1. April, für Module auf Freiflächen zum 1. Juli sinken. Doch wegen des langen Winters könnten viele Anlagen nun nicht montiert werden, argumentiert Kauch.

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