stabile Geschäftsentwicklung

Auch EnBW verdient weniger und senkt Ergebnisprognose

Der viertgrößte deutsche Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) hat in den ersten neun Monaten 2009 bei konstantem Umsatz weniger verdient. Bei Erlösen von 11,7 Milliarden Euro sank der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 9 Prozent auf 712,8 Millionen Euro, wie EnBW mitteilte.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Karlsruhe (ddp-bwb/red) - Grund sei der Anstieg der Finanzierungsaufwendungen vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Investitionen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs dagegen um 2,6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Dies führte EnBW auf die bessere Entwicklung in der Stromerzeugung zurück. Aus Sicht des Unternehmens bestätigen die Zahlen die "insgesamt stabile Geschäftsentwicklung".

EnBW senkt Ergebnisprognose

Allerdings geht das Unternehmen inzwischen davon aus, am Jahresende operativ und vor Sondereffekten weniger Gewinn als im Vorjahr zu machen. Zuvor wollte EnBW diese Ergebnisgröße im Vorjahresvergleich leicht steigern. Als Grund für die Prognosesenkung führte der Konzern an, dass die Belastungen aus dem geringeren Absatz von Strom und Gas größer als bisher erwartet sein dürften. Für den um Sondereffekte bereinigten Konzernüberschuss behielt EnBW die Prognose einer rückläufigen Entwicklung in diesem Jahr bei.

Wirtschaftskrise senkt Stromabsatz

Der Stromabsatz des Konzerns sank den Angaben zufolge um 6,6 Prozent auf 89,3 Milliarden Kilowattstunden. Dies habe wesentlich an dem Rückgang bei Industriekunden und Großabnehmern gelegen, die über ein Fünftel weniger Strom benötigt hätten. Mit knapp 80 Prozent ist Strom das umsatzstärkste Geschäftsfeld der EnBW. Ende September hatte das Unternehmen knapp 21.000 Mitarbeiter.

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