Castor

Atomtransporte rollen durch Deutschland

Mehr oder weniger unauffällig rollen derzeit Züge mit abgebrannten Brennelementen durch Deutschland. Ziel sind die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague in Frankreich und Sellafield in Großbritannien. An verschiedenen Stellen der Strecke, insbesondere in Norddeutschland wurde die Castor-Transporte von Protesten begleitet.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Sie sind wieder unterwegs: Züge mit atomaren Brennelementen aus den Kernkraftwerken Krümmel (Schleswig-Holstein), Unterweser (Niedersachsen), Neckarwestheim und Philippsburg (beide Baden-Württemberg) rollen derzeit durch Deutschland. Ziel: Die Wiederaufbereitungsanlagen La Hague (Frankreich) und Sellafield (Großbritannien).

In Hamburg-Bergedorf hatten sich zwei Atomkraftgegner auf der Strecke angekettet und so den Transport aus Krümmel etwa 45 Minuten aufgehalten. In Oldenburg hatten Greenpeace-Aktivisten friedlichen gegen den Transport demonstriert. Auch der Zug aus dem Atomkraftwerk Unterweser musste an einem Bahnübergang unfreiwillig halten, konnte jedoch nach wenigen Minuten weiterfahren. In Rinkerode bei Münster wurden vier Demonstranten beim Versuch festgenommen, den Zug zu stoppen.

Seit heute Nachmittag sind zwei Transportbehälter mit abgebrannten Brennelementen aus Block 2 des EnBW Kernkraftwerks Philippsburg (KKP) in Richtung der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague unterwegs. Der Transport wird in Wörth mit Transporten aus anderen Kernkraftwerken zusammengeführt.

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