18 Behälter

Atomtransport von Ahaus nach Russland genehmigt (Upd.)

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat am Donnerstag einen Atommülltransport vom Zwischenlager Ahaus in Nordrhein-Westfalen nach Russland genehmigt. Die Genehmigung umfasse den Transport von 951 bestrahlten Brennelementen in bis zu 18 Castorbehältern, sagte ein Behördensprecher in Salzgitter.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter/Ahaus (dapd/red) - Die ursprünglich aus Russland stammenden Brennstäbe seien in einem inzwischen stillgelegten Forschungsreaktor im sächsischen Rossendorf zum Einsatz gekommen. Nun sollten sie auf Grundlage eines zwischen den USA, Russland und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vertraglich vereinbarten Programms nach Russland zurückgebracht werden. Umweltschützer kündigten Protestaktionen gegen den Castor Transport an.

Die Grünen reagierten mit scharfer Kritik. "Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund für diese Transporte", sagte die Vorsitzende der NRW-Grünen, Monika Düker. Es bestehe somit auch kein Handlungszwang, den Atommüll "quer durch Europa nach Russland zu transportieren - offenbar in die Wiederaufbereitungsanlage Majak und damit in eine der am meisten verstrahlten Regionen weltweit". Außerdem werde die Bevölkerung durch den Transport unnötigen Risiken ausgesetzt, sagte die Grünen-Landtagsabgeordnete weiter.

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