Noch 2010

Atommüll-Transport von Karlsruhe nach Lubmin genehmigt

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter hat den Transport von Atommüll aus der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe ins atomare Zwischenlager Nord in Lubmin genehmigt. Die Aufnahme der fünf Castor-Behälter mit darin befindlichen Glaskokillen muss noch 2010 erfolgen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Salzgitter/Lubmin (ddp/red) - Wie die Behörde am Freitag mitteilte, ist die Transportgenehmigung bis zum 13. Dezember befristet. Die Einlagerung der hoch radioaktiven Abfälle war der Zwischenlager Nord GmbH (ZLN GmbH) und der Energiewerke Nord GmbH im Februar 2009 erlaubt worden, der Transportantrag lag seit Juni des Vorjahres dem Bundesamt vor.

Das radioaktive Material stammt aus der Wiederaufbereitung von bestrahltem Brennstoff aus Schiffs-, Forschungs- und Leistungsreaktoren aus dem Zeitraum 1971 bis 1990. 1991 waren die Stilllegung und der vollständige Rückbau der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe beschlossen worden. Voraussetzung dafür ist der Abtransport der Kokillen aus der Verglasungseinrichtung Karlsruhe. In diesen Behältern ist der radioaktive Müll in Glas eingeschmolzen.

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