Weniger Transporte

Atomkraftwerk Biblis: Ergänzungsgenehmigung für Interimslager

Mittels einer Ergänzungserklärung hat das Bundesamt für Strahlenschutz die maximale Wärmeleistung des Behälter-Inventars im Interimslager Biblis von 25 auf 35 Kilowatt erhöht. So können jetzt auch Behälter gelagert werden, die ansonsten wegen der höheren Wärmeleistung zur Wiederaufarbeitung transportiert werden müssten.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat gestern eine Ergänzungsgenehmigung zum Betrieb des Interimslagers für abgebrannte Brennelemente am Standort des Atomkraftwerks Biblis erteilt. Nun kann die maximale Wärmeleistung des Behälter-Inventars 35 Kilowatt gegenüber bisher 25 Kilowatt betragen. Im Interimslager können jetzt auch Behälter gelagert werden, die ansonsten wegen der höheren Wärmeleistung zur Wiederaufarbeitung transportiert werden müssten. Die zulässige gesamte Wärmeleistung aus dem Interimslager beträgt unverändert 0,7 Megawatt. Das Aufbewahrungskonzept, die bereits genehmigte Schwermetallmasse von 300 Tonnen und der Umfang des radioaktiven Inventars werden durch die vorliegende Genehmigung nicht verändert.

Auch die Auswirkungen eines herbeigeführten Flugzeugabsturzes auf das Interimslager wurden bereits mit dem Ergebnis geprüft, dass selbst unter Zugrundelegung ungünstiger Annahmen keine einschneidenden Maßnahmen des Katastrophenschutzes erforderlich sind. Dies gilt auch mit der jetzt genehmigten Ergänzung.

Das BfS plant, die Genehmigung nach entsprechender Bekanntmachung vom 14. bis 27. Mai vor Ort und in Salzgitter öffentlich auszulegen. Zudem wird der Bescheid auf der Internetseite veröffentlicht.

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