Kletteraktivistin

Atomkraftgegnerin stoppt Urantransport aus NRW

Eine französische Atomkraftgegnerin hat in der Nacht zum Dienstag einen Urantransport aus der Urananreicherungsanlage im nordrhein-westfälischen Gronau vorübergehend zum Stillstand gebracht. Die 27-Jährige seilte sich von einer Autobahnbrücke nahe Münster ab, weshalb der aus 25 Waggons bestehende Zug stoppen musste, so ein Sprecher der Bundespolizei.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Münster (afp/red) - Kletter-Spezialisten der Bundespolizei hätten die Frau abgeseilt und vorübergehend in Gewahrsam genommen. Es war bereits das dritte Mal, dass die unter Atomkraftgegnern als "das unbeugsame Eichhörnchen" bekannte Kletteraktivistin Transporte auf dieser Strecke zum Stillstand brachte.

Wie der Sprecher der Bundespolizei weiter sagte, konnte der Zug nach einer Stunde seine über Münster und das Ruhrgebiet führende Fahrt aber fortsetzen. Der Transport sollte nach den Angaben der Polizei nach Frankreich gehen, der ebenfalls gegen den Transport protestierende Gronauer Arbeitskreis Umwelt hatte Russland als Ziel der 1250 Tonnen Uranhexafluorid vermutet.

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