Statement

Atomkraftgegner sehen "klares Votum für Atomausstieg"

Als "klares Votum für den Atomausstieg und für eine eindeutige Energiewende" bezeichnen die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland das Ergebnis der NRW-Landtagswahl. Auch hätten die Massenproteste im Vorfeld der Wahl offenbar Eindruck hinterlassen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/Münster (ddp/red) - "Schwarz-Gelb ist mit dem Ausbau der Atomanlagen in NRW und dem Beharren auf klimafeindlichen Kohlekraftwerken klar gescheitert", sagte Felix Ruwe von der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" am Dienstag. Die Massenproteste gegen die Atomkraft vom 24. April - darunter auch eine Demonstration mit 7000 Teilnehmern am Zwischenlager Ahaus - hätten "zu der Wahlniederlage beigetragen", hieß es. Deshalb müssten "nun Konsequenzen gezogen werden".

Die Atomkraftgegner fordern, die Atommülltransporte nach Ahaus abzusagen und die Urananreicherungsanlage Gronau sowie die Atommüllkonditionierungsanlage Duisburg sofort stillzulegen. "Wir warnen die abgewählte schwarz-gelbe Landesregierung davor, in letzter Minute gegen den erklärten Wählerwillen in Ahaus, Duisburg, Gronau oder Jülich noch Fakten schaffen zu wollen. Stattdessen muss NRW atomfrei werden", betonte Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen rufen zudem für den kommenden Sonntag (16. Mai, 14.00 Uhr) zu einem Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus auf.

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