Offenbar weiterer Urantransport

Atomkraftgegner machen mobil

Nächste Woche Mittwoch soll ein Urantransport von der Urananreicherungsanlage Gronau stattfinden. Das Material, das zum Betrieb von Atomkraftwerken genutzt werden kann, wird zunächst mit einem Zug zum Rotterdamer Hafen gebracht und dort für den Weitertransport auf ein Schiff verladen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Gronau/Münster (ddp-nrw/sm) - Am 13. April soll offenbar ein weiterer Urantransport von Gronau nach Russland starten. Wie die Anti-Atomkraft-Initiativen des Münsterlandes am Freitag in Münster mitteilten, wird das Material, das zum Betrieb von Atomkraftwerken genutzt werden kann, von der Urananreicherungsanlage Gronau (UAA) mit einem Zug zum Rotterdamer Hafen gebracht und dort für den Weitertransport auf ein Schiff verladen. Die Initiativen kündigten Proteste gegen den Transport an.

Zugleich forderten die Atomkraftgegner die NRW-Landesregierung auf, die Urantransporte aus Gronau abzusagen und die im Februar beschlossene Erweiterung der Anlage zu revidieren. Die Initiativen verwiesen darauf, dass Uran auch zu militärischen Zwecken gebraucht werden kann.

So sei der Verbleib des nach Russland gelieferten Urans "völlig ungeklärt", hieß es. Russland habe mit dem Iran ein Atomabkommen zur Lieferung von Kernbrennstoffen abgeschlossen. Es sei deshalb auch nicht auszuschließen, dass das Material im Iran zum Bau von Atombomben verwendet wird.

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