Standpunkt

Atomforum fordert "sachorientierte Bewertung" der Kernenergie

Nach Ansicht des Deutschen Atomforums leistet die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken nicht nur einen Beitrag zur Schonung der Ressourcen und zur subventionsfreien Energieversorgung, sondern insbesondere zum effizienten Klimaschutz. Aus diesem Grund fordert der Verband eine "sachorientierte Bewertung".

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Deutsche Atomforum e.V. (DAtF) fordert anlässlich des Weltgipfels in Johannesburg eine sachorientierte Bewertung der Kernenergie. Für eine verantwortungsvolle zukünftige globale Energieversorgung gelte es, den Beitrag aller Primärenergieträger unter Berücksichtigung von ökologischen und ökonomischen Aspekten vorurteilsfrei zu beleuchten.

Seit über vier Jahrzehnten trage die Kohlendioxid-freie Stromproduktion aus Kernkraftwerken dazu bei, den weltweit steigenden Energiebedarf zu decken, argumentiert der Verband. Dabei seien bis heute etwa 45 000 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt worden. Diese riesige Strommenge würde ausreichen, um das hoch industrialisierte Europa 15 Jahre lang mit elektrischer Energie zu versorgen. Zusätzlich erspare die globale Nutzung der Kernenergie der Umwelt pro Jahr mehr als zwei Milliarden Tonnen des als klimaschädlich eingestuften Kohlendioxyds. Nach Ansicht des Deutschen Atomforums leistet die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken damit nicht nur einen Beitrag zur Schonung der Ressourcen und zur subventionsfreien Energieversorgung, sondern insbesondere zum effizienten Klimaschutz.

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