Geschäftsbericht

Atel-Strategie trägt Früchte

Die Strategie der Atel-Gruppe mit dem Zusammenspiel von Produktion, Handel und Vertrieb auf der einen und Energieservice auf der anderen Seite hat sich im Jahr 2002 bewährt. Das Energieunternehmen hat das Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Der Verwaltungsrat beantragt eine unveränderte Dividende von 20 Franken (13,56 Euro) pro Aktie.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel) hat sich im vergangenen Jahr entlang ihrer Strategie weiterentwickelt. Wichtigste Aspekte waren der Erwerb von Kraftwerken in Italien, Ungarn und Tschechien sowie der Auf- und Ausbau der Vertriebsgesellschaften in Polen, Frankreich und Griechenland. Mit dem Kauf einer Handelsgesellschaft in Tschechien will Atel zudem den Energiehandel in den osteuropäischen Ländern ausbauen. Der konsolidierte Konzernumsatz stieg um 2,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken. Das Ergebnis vor Finanzierung und Steuern (EBIT) wuchs um 14,9 Prozent und erreichte 255 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat beantragt eine unveränderte Dividende von 20 Franken (13,56 Euro) pro Aktie.

Produktion war Highlight im Jahr 2002

Seit März 2002 ist Atel an Edipower - dem zweitgrössten Energieerzeuger Italiens - mit einem Energieanteil von 16,6 Prozent beteiligt. Dies entspricht einer Kapazität von etwa 1150 Megawatt. Unabhängig davon hat Atel im letzten Jahr mit dem Bau zweier Gas-Kombi-Kraftwerke begonnen. Um die Marktposition in der Region Mittel- und Osteuropa auszubauen, erwarb Atel in Ungarn und Tschechien die beiden Kraftwerkskomplexe Csepel und ECKG. Der Stromabsatz stieg um 10,5 Prozent auf 40 Milliarden Kilowattstunden. Fast drei Viertel des Absatzes sind Auslandsgeschäfte.

Konjunktur beeinflusste Ergebnisse im Segment Energieservice

Die Atel Installationstechnik-Gruppe in Zürich und der GAH-Konzern in Heidelberg litten im Segment Energieservice unter der schwierigen Wirtschaftslage. Dabei wirkte sich die Konjunkturschwäche in Deutschland stärker aus als in der Schweiz. Der konsolidierte Umsatz verringerte sich um 3,7 Prozent und erreichte 1,5 Milliarden Franken. Das Ergebnis im Segment Energieservice sank um 10,3 Prozent auf 26 Millionen Franken. Das Segment Energieservice leistete einen Anteil am gesamten Konzernumsatz von etwa 39 Prozent.

Kampf gegen die Kernenergieinitiativen

Der Ausgang der Volksabstimmungen vom 18. Mai 2003 wird für die Schweizer Strombranche und damit auch für Atel bedeutend sein. Atel ist am Kernkraftwerk Gösgen mit 40 Prozent und am Kernkraftwerk Leibstadt mit 27 Prozent beteiligt. Ein Ausstieg hätte nicht nur für die Schweiz, sondern auch für Atel negative Folgen, heißt es im Geschäftsbericht des Unternehmens. Deshalb setzt sich Atel in der Abstimmungskampagne mit der Parole "2 x Nein" ein. Besonders die Initiative "MoratoriumPlus" erachtet Atel als gefährliche Mogelpackung.

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