Bilanz

Atel setzt erfolgreiche Geschäftstätigkeit 2004 fort

Der Nettoumsatz des schweizer Energieversorgers stieg um 32 Prozent auf 7,0 Milliarden Franken, der Gruppengewinn wuchs um 25 Prozent auf 339 Millionen Franken und der Stromabsatz kletterte um 36 Prozent auf 93 Terawattstunden. Die Aktionäre genehmigten den Geschäftsabschluss und eine Dividende von 24 Franken.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Olten (red) - "Die Atel-Gruppe hat im Jahr 2004 erneut entscheidende und große Schritte nach vorn gemacht." Mit diesen Worten kommentierte Verwaltungsratspräsident Dr. Walter Bürgi den erfolgreichen Geschäftsabschluss des schweizer Energieversorgers im vergangenen Jahr. Allen schwierigen Rahmenbedingungen zum Trotz habe Atel rasch, flexibel und kompetent reagiert und damit den erneuten Erfolg erst möglich gemacht.

Unterstützt worden sei der Erfolg durch die erstmalige Vermarktung der Energie aus den Kraftwerken von Edipower in Italien. Atel vermarktet dabei seit Anfang letzten Jahres 20 Prozent der Energie aus den neun Kraftwerksanlagen. Damit stehen Atel in Italien mittlerweile über 1600 Megawatt Leistung zur Verfügung. In der Schweiz sind es 1590 Megawatt und in Ungarn und Tschechien zusammen knapp 1000 Megawatt. Das Vertriebs- und Handelsgeschäft habe sich im letzten Jahr in allen Regionen erfolgreich entwickelt, bilanzierte der Konzern auf der 110. Generalversammlung.

Walter Bürgi sprach sich zudem erneut für eine vollständige Marktöffnung in der Schweiz bis zur Steckdose aus. Sorgen bereite ihm insbesondere der Rückstand der Schweiz gegenüber den EU-Ländern. Ohne bilaterale Vereinbarung mit der EU bestehe die Gefahr von Diskriminierungen durch die Länder der EU, warnte er. "Atel fordert vom Bundesrat die rasche Aufnahme von Verhandlungen mit der EU und vom Parlament eine zügige Beratung der Elektrizitätsgesetze."

Gleichzeitig bezeichnete Bürgi die Stromversorgung in der Schweiz als "keineswegs gesichert". Weil in der Schweiz gleichzeitig keine oder sehr wenig neue Kraftwerkskapazitäten gebaut würden, verschärfe sich die Diskussion um die zukünftige Stromversorgung. Eine zusätzliche Dimension erhalte die Diskussion durch den Klimaschutz und das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls.

Der Nettoumsatz der Gruppe stieg dennoch um 32 Prozent auf 7,0 Milliarden Franken, der Gruppengewinn wuchs um 25 Prozent auf 339 Millionen Franken und der Stromabsatz kletterte um 36 Prozent auf 93 Terawattstunden. Die 529 bei der Generalversammlung anwesenden Aktionäre genehmigten den Geschäftsabschluss und eine um zwei Franken höhere Dividende von 24 Franken (etwa 15 Euro) je Aktie.

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