Atel-Gruppe steigert Umsatz und Gewinn

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Die Schweizer Stromhandelsgruppe Atel, Aare-Tessin AG für Elektrizität, erzielte 1999 einen neuen Rekordabsatz von 29 Milliarden Kilowattstunden. Der konsolidierte Umsatz der Atel-Gruppe stieg um 6 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter in der Atel-Gruppe stieg um 17,8 Prozent auf 2308. "Unser Erfolg im Geschäftsjahr 1999 ist Resultat der zielgerichteten Anpassungen für die bevorstehende Öffnung des Strommarktes Schweiz", erklärte CEO Alessandro Sala anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Atel-Gruppe in Olten. Sala ist überzeugt: "Atel kann die anstehende Liberalisierung im Strommarkt gestärkt angehen." Im europäischen Elektrizitätsmarkt, der strategischen Wachstumsposition des Unternehmens, scheue man keine Vergleiche.


Neben dem Stromhandel ist der Energie-Service-Markt das zweite Tätigkeitsgebiet der Atel. Dieser entwickelte sich ebenfalls erfreulich. Der Markt zielt klar in Richtung starke regionale oder nationale Anbieter, die alle Installationsleistungen aus einer Hand anbieten. Nach verschiedenen Akquisitionen nimmt die Atel Installationstechnik AG hier eine Position im Schweizer Markt ein. Das erste Quartal 2000 entwickelte sich daher bisher im Rahmen der Erwartungen. Ziele der Atel-Gruppe für 2000 sind, das Ertragsniveau zu halten und die Eigenkapitalbasis weiter zu stärken.


Alessandro Sala warnte mit Blick auf das politische Umfeld in der Schweiz vor überzogenem staatlichem Dirigismus. Im Falle der Elektrizitätswirtschaft lege der Staat den Unternehmen immer wieder Steine in den Weg und schwäche damit die internationale Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Stromhändler und -produzenten. "Paradebeispiel ist die Frage der Netzgesellschaft. Wer ernsthaft ein nationales, staatlich kontrolliertes Übertragungsnetz fordert, schadet der Schweiz und deren Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Stromhandel." Liberalisierung hieße konsequent sein, auch in der Netzfrage. "Vom Wettbewerb mit zwei nationalen Übertragungsnetzen," so Alessandro Sala "profitieren alle Stromverbraucher dank tieferen Preisen."

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