Zwischenbilanz

Atel-Gruppe erzielt starkes Halbjahresergebnis

Der Halbjahresgewinn steigt um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – jetzt erwartet man einen Umsatz von rund 3,7 Milliarden Schweizer Franken.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die europaweit tätige Energiedienstleistungsgruppe Atel (Aare-Tessin AG für Elektrizität, Kommunikation und Energiepolitik) verzeichnete im ersten Halbjahr dieses Jahres bei höherem Umsatz einen deutlich angestiegenen Gruppengewinn von 109 Millionen Schweizer Franken. Damit wurde das Ergebnis der Vergleichsperiode des Vorjahres um 30 Prozent übertroffen. Der konsolidierte Umsatz stieg um 17 Prozent auf 1,8 Milliarden Schweizer Franken, wie das Unternehmen mitteilte.

Atel habe die vorteilhaften Rahmenbedingungen im Energiegeschäft genutzt und das Handelsvolumen trotz verschärftem Kampf um freie Kunden erhöht, heißt es. Im Segment Energieservice habe sich Atel auf den Märkten mit einer über den Erwartungen liegenden Geschäftsentwicklung behauptet.

Die Atel-Gruppe habe sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres "insgesamt erfolgreich" entwickelt. Der konsolidierte Umsatz stieg um 17 Prozent auf 1,8 Milliarden Schweizer Franken. Das Segment Energie habe mit 62 Prozent und das Segment Energieservice mit 38 Prozent zum Umsatz beigetragen. Der Gruppengewinn nach Goodwill-Abschreibungen habe sich um 30 Prozent auf 109 Millionen Schweizer Franken erhöht. Der Cashflow von 310 Millionen Schweizer Franken übertrifft den Vorjahreswert um 46 Prozent. Die Investitionen in Sachanlagen und Beteiligungen erforderten 135 Millionen Schweizer Franken gegenüber 106 Millionen Schweizer Franken im ersten Halbjahr 2000. Das Eigenkapital sei weiter gestärkt worden, ließ Atel verlauten.

Hohe Handelsvolumen, vorteilhafte Preisniveaus und die europaweite Reduktion von Produktionskapazitäten haben den Absatz der Atel im europäischen Stromgeschäft auf 19.823 GWh im ersten Halbjahr 2001 ansteigen lassen. Dies bedeute gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr eine "deutliche" Zunahme von 27 Prozent. Der Umsatz habe sich um 24 Prozent auf 1.114 Millionen Schweizer Franken erhöht. Fortgesetzt habe sich die Tendenz zu kurzfristigen Geschäften. Im Bereich des kurzfristigen europäischen Energiehandels erzielte die Atel-Gruppe denn auch das größte Wachstum: Das Segmentergebnis von 127 Millionen Schweizer Franken übertrifft den entsprechenden Vorjahreswert um rund 20 Prozent.

Die deutsche GAH-Gruppe und die schweizerische Atel Installationstechnik-Gruppe realisierten im ersten Halbjahr zusammen einen Umsatz von 686 Millionen Schweizer Franken und erzielten damit ein Plus von acht Prozent. Der Umsatz im Segment Energieservice wurde zu 75 Prozent durch die GAH und zu 25 Prozent durch die Atel Installationstechnik erwirtschaftet. Das "stark saisonal geprägte Segmentergebnis" erreichte sieben Millionen Schweizer Franken.

Angesichts des Halbjahresergebnisses geht die Unternehmensleitung davon aus, dass die Gruppe einen Umsatz von rund 3,7 Milliarden Schweizer Franken realisieren kann. Sowohl der Gruppengewinn wie auch der Cashflow würden deutlich höher ausfallen als die Vorjahreswerte. "Aus heutiger Sicht sind keine Ereignisse erkennbar, welche diese Erwartungen negativ beeinflussen könnten", so das Unternehmen.

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