Atel gründet drei neue Tochtergesellschaften

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Das Schweizer Stromhandelsunternehmen Aare-Tessin AG für Elektrizität, Atel, ist mit drei neuen Tochtergesellschaften ins neue Jahr gestartet. Im Hinblick auf die Liberalisierung im Strommarkt hat das Oltner Unternehmen das Höchstspannungsnetz in die Atel Netz AG sowie die eigenen Wasserkraftwerke in die Atel Hydro AG und die Atel Hydro Ticino SA ausgelagert.


Der Grund für die Ausgliederungen liegt bei der bevorstehenden Liberalisierung. Atel setzt mit diesem Schritt bereits heute die Erfordernisse des Elektrizitätsmarktgesetzes in der Schweiz um und schafft marktgerechte, flexible und schlanke Strukturen. Die buchhalterische Trennung von Produktion, Übertragung und Versorgung (sogenanntes Unbundling) ist eine der Voraussetzungen für Transparenz in einem liberalisierten Elektrizitätsmarkt.


Die Atel Netz AG wurde am 8. Dezember 2000 gegründet. Sie umfasst das gesamte Höchstspannungsnetz von Atel im Spannungsbereich 220 und 380 kV inklusive Unterwerke, Schaltstationen und Netzführungsanlagen. Geschäftsführer ist Herbert Niklaus, bisher Leiter des Profitcenters Netz bei Atel. Die am 11. Dezember 2000 gegründete Atel Hydro AG stellt den Betrieb der drei Wasserkraftwerke an der Aare Flumenthal, Ruppoldingen und Gösgen mit einer jährlichen Produktion von zusammen etwa 500 Millionen Kilowattstunden (kWh) sicher. Urs Hofstetter ist Geschäftsführer des neuen Unternehmens. Er leitete bisher die Geschäfte der Atel-eigenen Kraftwerke. Das Speicherkraftwerk Lucendro mit den Zentralen Sella und Lucendro wurde in die am 14. Dezember 2000 gegründete Atel Hydro Ticino SA mit Sitz in Airolo ausgegliedert. Das Tessiner Unternehmen wird geleitet von Alfredo Baldi, der bisher für die Atel-Niederlassung in Bodio verantwortlich war.

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