Neue Studie

ASUE untersucht Heizung, Warmwasser und Lüftung im Neubau und Niedrigenergiehaus

Die ASUE hat sparsame und umweltfreundliche Energieversorgungssysteme untersucht. Eine Studie dazu ist jetzt kostenlos erhältlich.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Für die Beheizung von Neubauten ist Erdgas weiterhin die Wunschenergie Nummer eins. Die Energieform hat ihren Anteil an der Wohnungsbeheizung in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Heute heizen mehr als 70 Prozent aller Neubauwohnungen mit Erdgas. Währenddessen ist das Niedrigenergiehaus im Neubau inzwischen zum Standard geworden. An die Wärmeerzeugungssysteme im Niedrigenergiehaus würden keine grundsätzlich neuen Anforderungen gestellt, denn nach den vorliegenden Erfahrungen hätten sich insbesondere einfache Systeme bewährt. Das geht aus einer aktualisierten Studie der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) hervor.

Der Verein weist darauf hin, dass die zu installierende Leistung sich nicht primär nach der Heizung richten sollte, sondern dass auch die Warmwasserbereitung beachtet werden muss. Hierbei würden Gasniedertemperatur- und Gasbrennwertkessel bewährte Lösungen für niedrige Leistung für die Raumwärme und hohe Leistung für die Trinkwassererwärmung bieten. Die Nutzungsgrade dieser Kessel liegen bei etwa 94 und 109 Prozent und sind über einen weiten Auslastungsbereich stabil. Die ASUE-Studie "Heizung, Warmwasser und Lüftung im Neubau/Niedrigenergiehaus" enthält einen Wirtschaftlichkeitsvergleich für ein Niedrigenergiehaus. Dem Vergleich liegt der Preisstand für Energie Januar 2001 zugrunde. Dafür wurden die vier in der Praxis wohl am häufigsten eingesetzten Systeme ausgewählt. Bei den Jahresgesamtkosten sind die Unterschiede beim Einsatz von Erdgas-Brennwerttechnik (4761 DM) und der Nahwärmeversorgung mit Erdgas-Brennwertzentrale (4941 DM) sehr gering. Für die Heizöl-Anlage (5273 DM) und auch für die Elektro-Wärmepumpenanlage und elektrische Durchlauferhitzer (5896 DM) ist mit höheren Kosten zu kalkulieren.

Auch in den Kohlendioxid-Emissionen unterscheiden sich die Systeme. In der Studie hat sich gezeigt, dass im Niedrigenergiehaus Elektrospeicherheizungen auch in Kombination mit Wärmerückgewinnungsanlagen und Abluft-Wärmepumpen im Vergleich zu Erdgasheizungen keine umweltpolitisch vorteilhafte Lösung darstellen: Die Kohlendioxid-Emissionen des untersuchten Niedrigenergiehauses mit Elektrospeicherheizung betragen 12,8 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Bei Einsatz der Erdgasreferenzanlagen werden nur etwa 30 Prozent davon emittiert.

Die Studien, die sich auch mit Wärmepumpen und Lüftung beschäftigen, können kostenfrei bestellt werden. Bestelladresse für "Heizung, Warmwasser und Lüftung im Neubau/Niedrigenergiehaus" (24 Seiten, DIN A 4) und "Energieverbrauch und CO2-Emissionen: Heizsysteme im Niedrigenergiehaus" (8 Seiten, DIN A 4): ASUE, Postfach 25 47, 67613 Kaiserslautern, Fon: 0631-3609070, Fax 0631-3609071, oder per Mail: ASUE@compuserve.com.

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