Zu viel Geld

ASUE: Strom ist zu wertvoll zum Heizen

Umweltschonendes Heizen fängt mit der Wahl des Energieträgers an: Strom als Sekundärenergie ist dabei teurer als Öl oder Gas.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Das Bundesumweltministerium hat stärkere Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Energieeinsparung gefordert. Als besonders kritisches Beispiel für fehlende Nachhaltigkeit in der Energieversorgung nannte Bundesumweltminister Jürgen Trittin den Einsatz von Strom für die Wärmeversorgung in Gebäuden: "Hier wird die Physik auf den Kopf gestellt", wurde der Minister deutlich. Strom sei zu wertvoll, um ihn lediglich zum Heizen von Häusern zu verwenden.


Strom ist eine Sekundärenergie und muss im Gegensatz zu Erdgas und Heizöl erst erzeugt werden. Bei der Stromerzeugung in Deutschland entstehen durchschnittlich etwa 60 Prozent Umwandlungsverluste. Das liegt insbesondere daran, dass die ebenfalls entstehende Wärme nicht genutzt, sondern über Kühltürme an die Umwelt abgegeben wird. Umweltschonendes Heizen fängt schon bei der Wahl des Energieträgers an. Darauf weist jetzt die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) hin. Eine Stromspeicherheizung hat, auf die eingesetzte Energie bezogen, einen über vierfach höheren Kohlendioxid-Ausstoß als eine Erdgas-Brennwertheizung. Das Treibhausgas Kohlendioxid wird wesentlich für die Erwärmung des Erdklimas verantwortlich gemacht.


Erdgas weist von allen fossilen Energieträgern bei der Verbrennung die günstigste Kohlendioxid-Bilanz auf, denn es hat den höchsten Wasserstoffanteil und den niedrigsten Kohlenstoffgehalt. Außerdem verursacht Erdgas praktisch keine Emissionen an Schwefeldioxid und Staub.

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