Aktualisiert

ASUE-Ratgeber: Wärmeversorgung im Neubau

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) hat jetzt in aktualisierter Fassung den Ratgeber "Wärmeversorgung im Neubau" herausgebracht, der sich vor allem an Bauherren, Architekten und Versorgungsunternehmen richtet. Er enthält u.a. den für eine Entscheidung ausschlaggebenden Vollkostenvergleich.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bei der Entscheidung für ein Heizungs- und Warmwasserbereitungssystem im Neubau müssen, neben den ökologischen Aspekten, sowohl die Investitions- als auch die Energiekosten kalkuliert werden. Um die Entscheidung bei der Auswahl eines Systems zu erleichtern, hat die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) jetzt in aktualisierter Fassung den Ratgeber "Wärmeversorgung im Neubau" herausgebracht, der sich vor allem an Bauherren, Architekten und Versorgungsunternehmen richtet.

Ein Wärmeversorgungssystem muss laut ASUE den unterschiedlichsten Anforderungen entsprechen: Der Energieträger sollte kostengünstig, umweltschonend und komfortabel zu handhaben sein, also möglichst wenig Platz beanspruchen. Beim Heizkessel müsse, schon alleine wegen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, energieeffiziente Technologie zum Einsatz kommen, wobei sich in der Praxis laut ASUE die Brennwerttechnik bestens bewährt hat. Ferner sei der Bauherr gut beraten, wenn er auf eine einfache Abgasführung sowie eine sparsame und effiziente Betriebsweise Wert legt. Von der Warmwasserbereitung sollte ein ausreichender Komfort, also keine Schwankungen der Wassertemperatur, sowie eine ausreichende Leistung für unterschiedlich hohen Warmwasserbedarf verlangt werden. All diesen Anforderungen trägt ein Erdgas-Brennwertkessel als Dachheizzentrale in umfassendem Maße Rechnung, rät die ASUE. Die Verwendung von Erdgas als Energieträger beanspruche keinen Speicherplatz, wie er etwa in Form eines Tanks für eine Ölheizung nötig wäre, zum anderen mache die Ausführung der Heizungsanlage als Dachheizzentrale einen Schornstein überflüssig.

Sichere Grundlage für die konkrete Auswahl eines geeigneten Heizungs- und Warmwasserbereitungssystems kann nur ein so genannter Vollkostenvergleich sein, denn er berücksichtigt die im Zusammenhang mit einer Anlage auftretenden Gesamtkosten, die sich wiederum aus den kapitalgebundenen sowie den verbrauchs- und betriebsgebundenen Kosten zusammensetzen. Der in der Broschüre enthaltene Vollkostenvergleich betrachtet die vier Energieträger Erdgas, Nahwärme, Strom und Heizöl und kommt letztendlich zu Unterschieden in den jährlichen Kosten von knapp 850 Euro. Am günstigsten schneidet dabei der im Dachbereich installierte Erdgas-Brennwertkessel ab. Ein Formblatt zur Erstellung einer individuellen Vollkostenrechnung ergänzt dieses Thema im neuen ASUE-Ratgeber.

Darüber hinaus behandelt die Publikation die haustechnisch relevanten Themen "Heizungsanlage", "Warmwasserbereitung" und "Kontrollierte Wohnungslüftung", geht detailliert auf die Vorteile einer Dachheizzentrale ein und stellt weitere Nutzungsmöglichkeiten von Erdgas im Haushalt – beispielsweise den Gas-Wäschetrockner und den Terrassenstrahler – vor. Abgerundet wird die Broschüre durch zehn praktische Tipps für die Heizungsplanung für Fachleute wie Architekten, Ingenieure und Handwerker.

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