Inhaltliche Arbeit aufgenommen

Asse-Untersuchungsausschuss beginnt mit Zeugenbefragung

Mit der Befragung erster Zeugen nimmt der Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags heute seine inhaltliche Arbeit auf. Wie die Fraktionen mitteilten, werden in öffentlicher Sitzung zunächst der ehemalige Asse-Betriebsarzt Karl Niklas sowie Jürgen Schubert vom Niedersächsischen Oberbergamt angehört.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/red) - Im Anschluss an die Zeugenvernehmung diskutiert der Ausschuss in nichtöffentlicher Sitzung über Verfahrensfragen. Schon zuvor es war über die Arbeit und die Aufgaben des Untersuchungsausschusses zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen den Regierungsfraktionen und der Opposition gekommen.

SPD, Grüne und Linke drängen darauf, dass die Ausschussmitglieder sich zunächst Klarheit über das radioaktive Inventar der Asse verschaffen. Zudem müssten Landes- und Bundesminister, die politische Verantwortung für das Atommülllager getragen haben, als Zeugen vernommen werden. Dagegen wollen CDU und FDP die Geschichte des Bergwerks und seiner Pannen chronologisch aufrollen.

Der Asse-Untersuchungsausschuss hatte sich nach langem Parteienstreit am 16. Juni konstituiert.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atommüll

    Asse hätte nie Atomendlager werden dürfen

    In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel hätte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden dürfen. Der Ausschuss des niedersächsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab.

  • Hochspannungsmasten

    Bulmahn weist Kritik an Untätigkeit bei Asse zurück (Upd.)

    Die frühere Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat Vorwürfe der Untätigkeit im Hinblick auf das Atommülllager Asse während ihrer Amtszeit zurückgewiesen. Als sie ihr Amt übernommen habe, sei die Asse "kein Thema mit Brisanz gewesen".

  • Stromtarife

    Niedersachsens CDU wirft BfS-Chef Parteinahme vor

    Die CDU in Niedersachsen wirft dem Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, Parteinahme für Umweltminister Gabriel und die Anti-Atom-Bewegung vor. König lasse in Wahlkampfzeiten "jegliche Zurückhaltung vermissen", sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer.

  • Stromnetz Ausbau

    Vattenfall untersucht Ursachen für Krümmel-Panne

    Gut eine Woche nach der erneuten Panne im AKW Krümmel dauert die Ursachenforschung für den Kurzschluss in einem Transformator des Meilers an. Betreiber Vattenfall Europe begann am Montag mit der Prüfung der knapp 80.000 Brennstäbe im Reaktor, die bis Ende der Woche abgeschlossen sein soll.

  • Energieversorung

    Asse-Untersuchungsausschuss nimmt Arbeit auf

    Der Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags hat am Donnerstag mit einem Besuch des als Atommülllager genutzten Bergwerks bei Wolfenbüttel seine Arbeit aufgenommen. Erste Zeugen sollen am 6. August aussagen.

Top