Strategie gefordert

Asse-Begleitgruppe fordert Rückholung der Abfälle

Nach Bürgerinitiativen und Anwohnern verlangt jetzt auch die Asse-II-Begleitgruppe die Rückholung aller radioaktiven Abfälle aus dem Atommülllager Asse. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als künftiger Betreiber solle dafür bis zum Januar eine Strategie entwickeln, erklärte die Begleitgruppe in Wolfenbüttel.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Wolfenbüttel (ddp-nrd/sm) - Zudem fordert sie vom BfS eine Übersicht über die verschiedenen Schließungsmöglichkeiten sowie eine Aufstellung der notwendigen Schritte bei einem Störfall.

Die im Januar vom Landkreis Wolfenbüttel ins Leben gerufene Asse-II-Begleitgruppe soll die Schließung des Bergwerks begleiten. Mitglieder sind Kommunen, Behörden und Umweltverbände. In der Asse lagern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll. Das ehemalige Salzbergwerk ist einsturzgefährdet und droht voll Wasser zu laufen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atommüll

    Asse hätte nie Atomendlager werden dürfen

    In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel hätte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden dürfen. Der Ausschuss des niedersächsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab.

  • Peter Altmaier

    Altmaier: Asse-Müll wird hochgeholt

    Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zur Rückholung des Atommülls aus dem maroden Salzbergwerk Asse bekannt. "Ich bin für die Rückholung, wenn sie möglich ist. Und ich werde alles versuchen, damit sie möglich wird", sagte Altmaier der "Braunschweiger Zeitung" (Dienstagsausgabe). Darauf könnten sich alle Beteiligten verlassen.

  • Stromnetz Ausbau

    Bürgerinitiative: Verursacher des Atommülls sollen zahlen

    Die Atomkraftwerk-Betreiber müssen nach Ansicht von Kernkraftgegnern für die Kosten der Atommülltransporte nach Gorleben aufkommen. Scharfe Kritik äußerte die Bürgerinitiative auch an dem bayerischen Umweltminister Markus Söder (CSU) aufgrund seiner Forderung, Gorleben als Endlager freizugeben.

  • Strom sparen

    Exklusivvertrag lässt Stromkonzerne am Atommüll verdienen

    Die Atomwirtschaft kassiert dank eines unkündbaren Vertrags aus dem Jahre 1979 seit Jahren Millionengewinne mit ihrem selbstverursachten Atommüll. Demzufolge betreibt eine Gesellschaft, die zu 75 Prozent in Besitz von Stromkonzernen ist, mehrere Atommülllager, die Kosten trägt jedoch der Bund.

  • Energieversorung

    Greenpeace besetzt Förderturm auf Asse-Gelände

    Umweltschützer haben am Mittwoch den Förderturm des Atommülllagers Asse II besetzt. Die rund 20 Greenpeace-Aktivisten forderten die Rückholung des in dem ehemaligen Salzbergwerk lagernden radioaktiven Materials, wie ein Sprecher der Organisation sagte. Die Aktion sollte mehrere Tage andauern.

Top