Heute und morgen

Asien-Pazifik-Konferenz will Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben

In Bangkok sitzen derzeit hochrangige Regierungsvertreter aus knapp 20 Ländern und zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Nichtregierungsorganisationen des asiatischen und pazifischen Raums zusammen, um die Aufmerksamtkeit der Region für erneuerbare Energien zu erhöhen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bangkok/berlin (red) - Zur Vorbereitung der Weltkonferenz für erneuerbare Energien "renewables2004", die vom 1. bis 4. Juni 2004 in Bonn stattfinden wird, treffen sich heute und morgen in Bangkok hochrangige Regierungsvertreter aus knapp 20 Ländern und zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Nichtregierungsorganisationen des asiatischen und pazifischen Raums.

Ziel der zweitägigen Veranstaltung ist es, die Aufmerksamkeit der Region für erneuerbare Energien und die Konferenz zu erhöhen und mögliche Beiträge der Region zu formulieren. Für die Bundesregierung nimmt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Margareta Wolf, an der Konferenz teil.

"Die Entwicklung der Energiepolitik und der Energiewirtschaft in der pazifisch-asiatischen Region ist von besonderer Bedeutung. Viele Länder, allen voran China, weisen ein Wachstum des Energieverbrauchs von zehn Prozent und mehr auf. Werden diese Zuwächse allein aus fossilen Energien gedeckt, wird das Weltklima kollabieren", so Margareta Wolf. Gerade die Entwicklungsländer in Asien aber würden ihre Millionenstädte an der Küste gegen die Folgen der dann stärker und häufiger auftretenden Stürme und Fluten nicht schützen können. "Kleine Inselstaaten sind sogar im wörtlichen Sinne vom Untergang bedroht."

Gerade in ländlichen Gebieten birge daher eine dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien erhebliche Vorteile gegenüber der konventionellen Stromversorgung durch zentrale fossile Kraftwerke. Darüber hinaus würden sie regionale Wirtschaftskreisläufe und damit Einkommen und Arbeitsplätze vor Ort schaffen.

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