Irrtum

ares reagiert auf einstweilige Verfügung von e.dis

In einer Stellungnahme zum Sachverhalt der einstweiligen Verfügung, die die e.dis Energie Nord kürzlich erwirkt hatte, gibt der Berliner Energieversorger ares an, es handele sich um einen Betrug durch einen einzelnen externen Vertreter.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Das Landgericht Berlin hat kürzlich auf Antrag der e.dis eine einstweilige Verfügung gegen den Energieversorger ares erlassen, weil dieser Kunden der e.dis als ares Kunden angeschrieben hatte, ohne dass diese Kunden eine vertragliche Bindung mit ares eingegangen waren. Damit sei den Kunden der Eindruck einer nicht vorhandenen Vertragsbeziehung vermittelt worden.

In einer Stellungnahme hat ares heute mitgeteilt, dass es sich bei dem vorliegenden Fall um den Betrug eines einzelnen externen Vertreters handelte. Die vertriebliche Zusammenarbeit sei von ares durch eine fristlose Kündigung umgehend beendet worden. Das Vorgehen des Handelsvertreters hätte zur Folge gehabt, dass das ares Kundenmanagement Willkommensschreiben an die vermeintlichen Neukunden verschickte. ares betonte, dass es in seinen Kooperationsvereinbarungen und bei der Gewinnung von Neukunden auf eine strikte Einhaltung wettbewerbsrechtlicher Vorschriften achte und bedauerte den Vorfall.

Allerdings zeigte sich ares-Geschäftsführer Thomas Rose erstaunt über das aggressive Vorgehen. Als e.dis vor einigen Monaten versehentlich bei ares-Kunden Netznutzungsentgelte anmahnte, hatte ares im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf rechtliche Mittel verzichtet. "Wie das frühere Vorkommnis zeigt, kann es im Massenkundengeschäft zu Irrtümern kommen. Im Sinne der Kunden müssen dann umgehend Maßnahmen eingeleitet werden, die geeignet sind, die Kunden über den Fehler zu informieren und eine Korrektur herbei zu führen. Hier gibt es wesentlich einfachere und zielführendere Wege als die der einstweiligen Verfügungen", bewertete Rose den Vorfall.

Das könnte Sie auch interessieren
Top