Unlauterer Wettbewerb

ares Energie-direkt GmbH erwirkt einstweilige Verfügung gegen e.dis

Neuigkeiten im Streit um die Vertragspartner der Netznutzungsverträge: Die Berliner ares erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen die e.dis, die wechselwilligen Kunden noch immer mit Stromabschaltungen droht.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Die Berliner ares Energie-direkt GmbH hat eine einstweilige Verfügung gegen die e.dis Energie Nord AG, Fürstenwalde, wegen unlauteren Wettbewerbs und Verstoß gegen das Kartellrecht erwirkt. Grund dafür sind nach ares-Angaben wiederholte Androhungen der Stromabstellung gegenüber ares-Kunden, die zu einer Verunsicherung der betroffenen Kunden geführt hatten. Als Begründung führte e.dis an, dass keine Netznutzungsverträge mit den entsprechenden Kunden vorlägen. ares, die die Verträge in Vollmacht für die Kunden abschließt, sieht den Grund für das Nichtzustandekommen jedoch in internen Probleme im Back-Office der e.dis.


In den beschriebenen Fällen bekämen ares-Kunden Mitteilungen, welche den Eindruck erwecken, ares sei nicht in der Lage, die Kunden zu versorgen. Dies verunsichere die Kunden, so dass ein fairer Wettbewerb entsprechend den Liberalisierungsvorgaben der EU nicht stattfinden kann, so ares. Ein weiteres Problem seien nachweislich überhöhte Gebühren für Netznutzung. Eine vom FEDV in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die deutschen Haushalte bis zu 4,6 Milliarden DM zuviel Netznutzungsentgelt zahlen. Dieses liegt in Deutschland durchschnittlich bei 13 Pfennig pro Kilowattstunde, in den anderen europäischen Ländern bei durchschnittlich 7,12 Pfennig pro Kilowattstunde.

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