Kontinuität und Wandel

ARE-Jahrestagung: Umbenennung in VRE / Rauscher neuer Präsident

Auf der diesjährigen Jahrestagung hatte die Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungs-Unternehmen gleich zwei Neuerungen zu verkraften. Zum einen wurde die Interessensvertretung umbenannt, zum anderen wurde HEW- und designierter Vattenfall Europe-Chef Dr. Klaus Rauscher Nachfolger von Ex-Präsident Günter Marquis.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Die diesjährige Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungs-Unternehmen (ARE) in Augsburg bilanzierte vier Jahre Wettbewerb in der Energiewirtschaft. "Die Energieversorgung hat durch die Liberalisierung in den letzten Jahren tief greifende Veränderungen erfahren", sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende Günter Marquis.

Durch den Beitritt der vier großen deutschen Verbundunternehmen EnBW, RWE, E.ON und Vattenfall Europe zur größten und ältesten Interessenvertretung regionaler Energieversorger, wird der Verband der deutschen Verbundwirtschaft aufgelöst. Grund für die Schaffung eines gemeinsamen Verbandes sind die große inhaltliche Übereinstimmung in Sachfragen sowie eine Stärkung der Effizienz und der Schlagkraft. Der neue Verband wird unter der Bezeichnung "Verband der Verbundunternehmen und Regionalen Energieversorger in Deutschland" (VRE) geführt. Zum Präsidenten hat das Präsidium Dr. Klaus Rauscher, Vorsitzender des Vorstandes der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG und designierter Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG gewählt.

In seiner Antrittsrede verwies Rauscher auf die Erfolge des Systems des verhandelten Netzzugangs und der Verbändevereinbarung II plus. Er kritisierte den Missbrauch der Strompreise als Lastesel für staatliche und staatlich veranlasste Steuern und warnte vor weiteren gravierenden Eingriffen der EU-Kommission in die Struktur der Unternehmen.

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