Vergleich

ARD-Untersuchung: Enorme Differenzen bei Gaspreisen der Anbieter

Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Gasanbieter in Deutschland liegt eine enorme Preisdifferenz. Das geht aus der Internetdatenbank des ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus" hervor, die die Preise der über 600 deutschen Anbieter vergleicht.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp/sm) - Während die Technischen Werke Naumburg in Sachsen-Anhalt von ihren Kunden für einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden gut 1347 Euro verlangen, zahle man bei den Stadtwerken Geesthacht in Schleswig-Holstein nur 966 Euro.

Die Erhebung zeigt den Angaben zufolge auch, dass es allein im vergangenen Jahr Preissteigerungen von rund 20 Prozent gegeben hat. Mehr als die Hälfte aller deutschen Gasversorger habe zum 1. Oktober die Preise angehoben - einige Unternehmen zum vierten Mal innerhalb eines Jahres. Damit koste der Jahresverbrauch einer vierköpfigen Familie inzwischen knapp 200 Euro mehr als noch vor gut einem Jahr. Obwohl sich alle Anbieter auf die Ölpreissteigerung berufen, stiegen die Preise den Angaben zufolge sehr unterschiedlich zwischen knapp 6 und knapp 40 Prozent.

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