Arbeitskreis "Nachhaltige Energiewirtschaft" gegründet

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Zur Konstituierung des Arbeitskreises "Nachhaltige Energiewirtschaft" bei der Friedrich-Ebert-Stiftung erklärt der Sprecher der SPD-Fraktion in der Energie-Enquete-Kommission, Dr. Axel Berg :


Neue Ideen brauchen neue Akteure - je mehr, desto besser. Deshalb begrüße ich die Konstituierung des Arbeitskreises "Nachhaltige Energiewirtschaft" bei der Friedrich-Ebert-Stiftung. Statt vereinzelt um Aufmerksamkeit gegen die mächtigen Lobbyisten der Energiewirtschaft kämpfen zu müssen, statt wegen angeblich utopischer Ideen angefeindet zu werden, schafft die Stiftung einen Raum, in dem sich die konstruktive und realistische Phantasie vieler engagierter Menschen aus Verbänden, Unternehmen und Gruppierungen aus dem Umwelt- und Energiebereich entfalten können. Nicht Spinnerei soll stattfinden, sondern ernsthaftes Nachdenken über Mittel und Wege zu einer nachhaltigen Energieversorgung.


So wie vieles einst utopisch war und heute real ist, wird in diesem Arbeitskreis auch das heute scheinbar Utopische zunächst seinen Platz haben und dann auf Realitätstüchtigkeit für die Zukunft überprüft. Es gibt keine Denkverbote, aber die Forderung nach Zukunftsfähigkeit. Damit wird eine Aufgabe neu begonnen, die in vielen Reden schon eine Rolle spielt, aber bereits bis zur modischen Beliebigkeit zu verkommen droht: die Suche nach einer nachhaltigen Energiewirtschaft. Lösungen für drängende Gefahren und Probleme, die mit der heutigen, nicht nachhaltigen Energieversorgungsstruktur verbunden sind, werden entwickelt. Die Umbrüche in der Energiewirtschaft und die globalen Herausforderungen schaffen neue Möglichkeiten und Chancen. Diese sollten erkannt und genutzt werden. Ein Zeithorizont von 50 Jahren bedeutet für zwei Generationen Arbeit, Erfindungsreichtum, Willensstärke und Ausdauer in der Umsetzung. Die Aufgaben sind von zentraler Bedeutung für die Welt. Die besten Ideen werden in die Energie-Enquete-Kommission "Nachhaltige Energieversorgung" einfließen, damit dort das Beharren auf vorhandenen Strukturen nicht überhand nimmt.

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