Preissteigerungen

Arbeitskosten steigen überdurchschnittlich

Bei der Entwicklung der Arbeitskosten gebe es erstmals seit zwölf Jahren einen gegenläufigen Trend, berichtet das gewerkschaftsnahe IMK-Institut.

Tarife© rkolbabek / iStockphoto.com

Bei der Entwicklung der Arbeitskosten gebe es erstmals seit zwölf Jahren einen gegenläufigen Trend, berichtet das gewerkschaftsnahe IMK-Institut. Die Arbeitskosten in Deutschland seien unter dem Strich zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 stärker gestiegen als im Euro-Raum und der EU. In den Jahren 2000 bis 2008 sei die Entwicklung genau andersherum verlaufen. Die Tendenz des Vorjahres habe ich auch im ersten Halbjahr 2012 fortgesetzt, wenn auch etwas schwächer ausgeprägt.

Arbeitskosten von etwas über 30 Euro pro Stunde

Die Arbeitskosten in der privaten Wirtschaft lagen dem Institut zufolge voriges Jahr bei 30,10 Euro pro Arbeitsstunde. Damit belegt Deutschland unter den EU-Ländern den siebten Platz, ebenso wie bereits 2010. Im Vergleich zu Euro-Raum und EU, die für 2011 nur einen Kostenanstieg um 2,7 Prozent zu verzeichnen hatten, liegt Deutschland mit einem Anstieg der Arbeitskosten um glatte drei Prozent etwas darüber. Dieser Trend bestätigte sich im ersten Halbjahr 2012, wenngleich auf etwas niedrigerem Niveau (2,2 gegenüber 2 Prozent). Höhere Arbeitskosten weisen wichtige Handelspartner wie die Niederlande, Frankreich, Schweden und Belgien auf. Belgien hatte im vergangenen Jahr mit 39,30 Euro pro Stunde die höchsten Arbeitskosten in Europa.

Was zu den Arbeitskosten zählt

Zu den Arbeitskosten zählen neben dem Bruttolohn die Arbeitgeberanteile an den Sozialbeiträgen, Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung sowie als Arbeitskosten geltende Steuern. Die IMK-Forscher nutzen für ihre Studie die neuesten verfügbaren Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Deren Arbeitskostenstatistik erlaube einen Vergleich auf breiterer Basis als Datenquellen, auf die sich beispielsweise das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) bislang stütze, so das IMK.

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