Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungsunternehmen: "Aktionsplan Klimaschutz ist eine Alternative zur KWK-Zwangsquote"

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Als einen "Schritt in die richtige Richtung" hat heute Wolf-Ingo Kunze, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungsunternehmen e. V. (ARE) das Ergebnis des Gesprächs von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller und Unternehmen der Energiewirtschaft zum Klimaschutz vom Montag dieser Woche bezeichnet.



Laut den Plänen Müllers soll bis zum April eine Vereinbarung erarbeitet werden, die die erforderlichen Maßnahmen zur Kohlendioxid-Minderung verbindlich festschreibt. Das Konzept, so Kunze, bestätige "auf eindrucksvolle Weise", dass über eine freiwillige Selbstverpflichtung "sehr viel mehr erreicht werden kann als durch staatliche Zwangsmaßnahmen, die nur allen schaden: Dem Verbraucher durch höhere Preise und den Unternehmen durch ein Mehr an Bürokratie".



"Bezeichnend ist", so Kunze weiter, "dass das jetzt vorgelegte Aktionsprogramm Klimaschutz mit einer CO2-Minderung von etwa 45 Millionen Jahrestonnen bis 2010 sogar weit über die mit einer KWK-Quote angestrebte Minderung von 23 Millionen Tonnen hinausgeht". Bereits die Erreichbarkeit dieser Zahl durch Verdoppelung der Kraft-Wärme-Kopplung sei durch verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen zunehmend angezweifelt worden. Es sei an der Zeit, sagte Kunze wörtlich, "das untaugliche Mittel der KWK-Quote angesichts einer weitaus besseren Alternative zu den Akten zu legen".



Die Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungsunternehmen ist die Interessenvertretung der regionalen EVUs in Deutschland. Ihr gehören 33 Unternehmen an, die über ihre großflächigen Verteilungsnetze außerhalb der größeren Städte und Ballungsgebiete rund zwölf Millionen Endkunden erreichen.

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