April, April

Aprilscherz des BfS: Namenspatenschaften für Castorbehälter

Sind Sie heute schon in den April geschickt worden? Noch nicht? Na dann wird es Zeit: Das Bundesamt für Strahlenschutz hat eine ein Informationssystem eingeweiht, das Bruno heißt und von der Schwesterbehörde aus dem Naturschutz übernommen wurde. Zudem ist es bald möglich, Namenspatenschaften für Castor-Behälter zu übernehmen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist offensichtlich von Scherzkeksen unterwandert: In einer heute veröffentlichten Mitteilung stellte BfS-Präsident Wolfram König das neue Informationssystem BRUNO - Brennelemente unter nationaler Obacht - vor. Gleichzeitig teilte er mit, dass nur noch Castor-Behälter verwendet werden dürften, die einen leistungsstarken Sender aufweisen, der mit Hilfe eines satellitengestützten Ortungssystems lückenlos den jeweiligen Standort des einzelnen Behälters übermittelt.

Das System soll von der Schwesterbehörde, dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), übernommen werden, heißt es in der scherzhaften Pressmitteilung. König: "Selbstverständlich erhoffe ich mir von dem Kooperationsvertrag mit meinem Kollegen Prof. Hardy Vogtmann nicht nur die Bereitstellung einer hervorragenden Technologie zur Routenaufzeichnung, sondern ich bin der festen Überzeugung, dass die Sympathie für die alljährlichen Storchenzugverfolgung im Internet auch auf die Castortransporte überspringen wird."

Wem bis hierher noch nicht klar sein sollte, dass Storchenwanderungs- und Nistzeiten kaum etwas mit Castortransporten zu tun haben, der sollte dann wenigstens im letzten Absatz stutzig werden. Hier bietet das Bfs nämlich Namenspatenschaften für Castorbehälter an. Na dann: Willkommen im April.

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