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Appenweier: Holzpelletheizanlage in Betrieb

Im baden-württembergischen Appenweier hat jetzt eine der modernsten Holzpelletheizanlagen Deutschlands ihren Betrieb aufgenommen. Mit einer Heizleistung von 850 Kilowatt werden zwei Schulen und eine Veranstaltungshalle beheizt. Die Anlage erspart der Umwelt 57,7 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Appenweier (red) - Offiziell eingeschaltet wurde die Anlage vom baden-württembergischen Wirtschaftsminister Pfister, der bei dieser Gelegenheit auf den aktuellen Boom bei Pelletanlagen hinwies: "Der Trend weist für die Bioenergienutzung steil nach oben. Insbesondere der Verkauf von Holzpellets-Anlagen boomt derzeit regelrecht. Im Marktanreizprogramm des Bundes wurden in diesem Jahr für Baden-Württemberg bis Ende Juli bereits 1600 Holzpellets-Heizungen bewilligt und damit mehr Anlagen als im gesamten vergangenen Jahr."

Wie aus dem Wirtschaftsministerium verlautet, werde der Holzzuwachs der Bundesrepublik nur zu maximal 75 Prozent genutzt. Dies sei ein Ergebnis der kürzlich veröffentlichten "2. Waldinventur". Für Baden-Württemberg gehe die Fachhochschule für Forstwirtschaft Rottenburg davon aus, dass pro Jahr zwei Millionen Festmeter zusätzlich als Energieträger zur Verfügung stehen könnten. "Zwei Millionen Festmeter ergeben eine Wärmemenge, mit der in unserem Land etwa 50.000 Haushalte mit einem Jahresbedarf von je 3000 Litern Öl stattdessen komfortabel und umweltfreundlich mit Holz beheizt werden könnten. Das würde eine Einsparung von jährlich 150 Millionen Litern Heizöl in unserem Land bedeuten. Würden die Holzenergiereserven voll genutzt, könnte letztendlich der Ausstoß von 1,5 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid pro Jahr vermieden werden", erläuterte Pfister.

Mit der neuen zentralen Anlage in Appenweier bleiben der Umwelt nach Ministeriumsangaben 57,6 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erspart. Das Gesamtprojekt, zu dem auch die Sanierung der Schwarzwaldhalle gehört, wurde vom Land im Rahmen des Förderprogramms Klimaschutz-plus mit 106.550 Euro bezuschusst.

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