Preissteigerungen

App-Steuer kommt im nächsten Jahr

Der Besuch im App Store wird im neuen Jahr teurer ausfallen als bisher.

Smartphone-Tarife© Michael Rogner / Fotolia.com

Der Besuch im App Store wird im neuen Jahr teurer ausfallen als bisher. Wer nun denkt, dass sich Apple noch etwas dazu verdienen möchte, ist auf dem Holzweg. Hintergrund für die Preiserhöhung ist eine Anpassung an die neuen Umsatzsteuerregeln in der EU, wie mehrere Medien berichten.

Umsatzsteuerregeln ändern sich

Die neuen Umsatzsteuerregeln sollen die gesamte E-Commerce-Branche betreffen und damit alle Shops, die Leistungen auf elektronischem Wege erbringen. Ab dem ersten Januar gilt damit die landesspezifische Höhe der Mehrwertsteuer auf solche Produkte. Damit sind auch die Applikationen von Apple betroffen, so ein Bericht auf appleinsider.com. Bisher profitieren alle Verbraucher in der EU von dem einheitlich niedrigen Steuersatz auf Apps. Mit der Regelung sollen Steuerschlupflöcher geschlossen werden. Beispielsweise hatte Apple bisher seine Apps nach Großbritannien mit einem Steuersatz von drei Prozent verkauft, obwohl die Umsatzsteuer dort 20 Prozent beträgt. In Luxemburg, wo Apple seine Verkäufe versteuert, liegt der Steuersatz bei eben diesen drei Prozent. Eventuelle Preisanpassungen in den EU-Ländern seien darauf zurückzuführen, dass die Preise die unterschiedlichen Steuerhöhen reflektieren würden.

App-Steuer rauf auf 19 Prozent?

In Deutschland dürfte sich demnach die Steuer für Apps um 16 Prozent erhöhen, um auf die 19 Prozent hohe Mehrwertsteuer aufzuschließen.
Noch offen bleibt, ob sich die Steueranpassung auch auf andere Bereiche wie Musik-Downloads oder E-Books auswirken wird.

Update: Preise in den Stores gehen rund zehn Prozent nach oben

In den App Stores sind die Preise um rund zehn Prozent angehoben worden. Die günstigsten Apps, die zuvor für 89 Cent zu haben waren, kosten nun 99 Cent, der Preis bei den Apps für 1,79 Euro wurde auf 1,99 Euro heraufgesetzt. Besonders spürbar ist der Preisunterschied bei den Apps, die in höheren Preissegmenten liegen.

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