9,3 Prozent

Anteil der erneuerbaren Energien an Stromversorgung gestiegen

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch ist im Jahr 2004 um fast ein Fünftel auf 9,3 Prozent gegenüber 7,9 Prozent im Vorjahr angewachsen. Bezogen auf den gesamten Energieverbrauch stieg der Anteil der Erneuerbaren von 3,1 auf 3,6 Prozent, teilte die Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) mit.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der Anteil an erneuerbaren Energien an der deutschen Stromversorgung hat sich im vergangenen Jahr erhöht. Er stieg von 7,9 auf 9,3 Prozent, wie die Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) und das Bundesumweltministerium anlässlich der Jahreskonferenz Erneuerbare Energien mitteilte.

Danach wurden 56 Terawattstunden Strom nach knapp 47 Terawattstunden im Vorjahr produziert. Davon entfielen 21 Terawattstunden auf Wasserkraft, 25 Terawattstunden auf Windenergie, neun Terawattstunden auf Biomasse und 0,5 Terawattstunden auf Solarenergie. Damit produzierten Windräder erstmals mehr Strom als die Wasserkraft.

Durch den Anstieg sei der Ausstoß von Treibhausgasen 2004 deutlich gesenkt worden, hieß es weiter. Durch sie seien bei Kraftstoffverbrauch, Strom- und Wärmeerzeugung knapp 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid einspart worden. Das seien zehn Millionen Tonnen mehr als 2003 und genau so viel, wie Energiewirtschaft und Industrie von 2002 bis 2012 einsparen sollen. Wind- und Wasserkraft minderten den Kohlendioxid-Ausstoß um je etwa 21,5 Millionn Tonnen sowie Biomasse um 5,7 Millionen Tonnen.

Die Gesamtinvestitionen in deutsche Neuanlagen betrugen den Angaben zufolge im Bereich erneuerbare Energien 2004 rund 6,5 Milliarden Euro. Beim Zubau von Solaranlagen sei Deutschland Weltmeister. Mittlerweile arbeiteten über 130 000 Menschen im Bereich erneuerbare Energien.

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