Komplizierte Vorschriften

Angeblich große Mängel bei Vorbereitung des Emissionshandels

Wegen der komplizierten Vorschriften zum Emissionshandel seien an Rhein und Ruhr vermutlich knapp 100 Anlagen versehentlich nicht erfasst worden, sagte Klaus-Ruthard Frisch von der Industrie- und Handelskammer Niederrhein der "Westdeutsche Allgemeine Zeitung".

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Bei den Vorbereitungen auf den Emissionshandel in Deutschland gibt es angeblich gravierende Mängel. In Nordrhein-Westfalen sei jede siebte betroffene Industrieanlage übersehen worden, berichtete die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe).

Wegen der komplizierten Vorschriften seien an Rhein und Ruhr vermutlich knapp 100 Anlagen versehentlich nicht erfasst worden, sagte Klaus-Ruthard Frisch von der Industrie- und Handelskammer Niederrhein dem Blatt.

Offenbar seien die zuständigen Behörden mit den Datenmengen überfordert, heißt es weiter. Die Betreiber der betroffenen Anlagen könnten nun ohne die vorgeschriebenen Kohlendioxid-Lizenzen sein, wenn am 1. Januar 2005 der Handel mit den Verschmutzungslizenzen beginnt. Wer jetzt noch nicht angemeldet sei, werde die Frist verpassen. In diesem Fall müssten die Unternehmen zur Strafe die eigentlich kostenlos ausgeteilten Zertifikate kaufen, um die Stilllegung der Anlage zu verhindern.

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