NRW

Angeblich Gespräche zu Fortführung des Steinkohlebergbaus

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) soll laut einem Pressebericht mit RWE über eine Fortführung des Steinkohlebergbaus über das Jahr 2018 hinaus gesprochen haben. Wie der Berliner "Tagesspiegel" berichtete, kam es kürzlich zu einem Geheimtreffen Laumanns mit RWE-Chef Jürgen Grossmann.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin/Essen (ddp/sm) - An dem Termin in Osnabrück nahm den Angaben zufolge auch der Personalvorstand des RWE-Konzerns, Alwin Fitting, teil.

Gesprächsteilnehmern zufolge schlug der Minister Grossmann vor, RWE solle dem Bergbaukonzern RAG die Schachtanlage Ibbenbüren mit ihren derzeit 2466 Beschäftigten abkaufen und deutlich über das Jahr 2018 hinaus betreiben. Grundsätzlich müsse das im RWE-Interesse liegen. Der Essener Konzern betreibe schließlich das benachbarte 750-Megawatt-Kraftwerk Ibbenbüren, in dem pro Jahr knapp 1,9 Millionen Tonnen der Ibbenbürener Anthrazitkohle zur Stromerzeugung genutzt würden.

Ein Sprecher des NRW-Arbeitsministeriums wollte den Bericht auf ddp-Anfrage nicht kommentieren. Es habe sich um "rein interne Gespräche" gehandelt, hieß es. Zudem beruhe der Bericht auf Spekulationen.

Im Rahmen der Vereinbarung zum Auslaufen des subventionierten Steinkohlebergbaus sollen alle Bergwerke in NRW spätestens bis 2018 ihre Förderung einstellen. Eine Revisionsklausel sieht allerdings vor, dass der Beschluss zum Ausstieg aus dem subventionierten Bergbau 2012 noch einmal überprüft wird.

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