Behinderung

Ampere AG klagt gegen E.ON/Ruhrgas-Ministererlaubnis

Weil sie eine "massive Behinderung ihrer Geschäftstätigkeit" befürchtet, klagt die Berliner Ampere AG gegen die Ministererlaubnis, die am vergangenen Freitag den Weg zur Fusion von E.ON und Ruhrgas freigemacht hat. Unterstützt wird der Stromhändler von der renommierten US-amerikanischen Anwaltskanzlei Hogan & Hartson Raue.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Berliner Stromhändler Ampere AG hat gestern als erster Wettbewerber beim Oberlandesgericht Düsseldorf einen "Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung" im Fusionsvorhaben E.ON/Ruhrgas eingereicht. Das Unternehmen will damit den sofortigen Vollzug der Fusion stoppen. Parallel dazu bereitet die Ampere AG eine Anfechtungsbeschwerde vor, mit der im Hauptsacheverfahren die durch die in Wirtschaftskreisen umstrittene Ministererlaubnis genehmigte Fusion endgültig verhindert werden soll.

Die Ampere AG befürchtet eine massive Behinderung ihrer Geschäftstätigkeit und sieht in der Klage die einzige Möglichkeit, gegen das Zusammenschlussvorhaben vorzugehen. "Die Ministererlaubnis hätte niemals erteilt werden dürfen. Wir haben sehr ernste europarechtliche, verfahrensrechtliche und materiell-rechtliche Zweifel", kritisiert Ampere-Vorstand Dr. Claus Rottenbacher. Insbesondere der Gaswettbewerb würde in dieser Konstellation niemals in Gang kommen. Somit könnte die Ampere AG ihre Dienstleistungsangebot nicht weiter aufrecht erhalten. "Es ist eine industriepolitische Entscheidung mit fatalen Folgen für alle Gaskunden in Deutschland und sogar darüber hinaus." Unterstützt wird die Ampere AG von der renommierten US-amerikanischen Anwaltskanzlei Hogan & Hartson Raue mit Sitz in Berlin.

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