Am Freitag

Alu-Krisengipfel im Kanzleramt geplant

Für die Mitarbeiter des Hamburger Aluminium-Werkes (HAW) gibt es wieder Hoffnung auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe zu einem Aluminium-Krisengipfel am Freitag im Kanzleramt eingeladen, sagte eine Sprecherin der Hamburger Senatskanzlei am Mittwoch.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Berlin (ddp-nrd/sm) - An dem Treffen sollen neben Schröder und Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust auch die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, Christian Wulff und Jürgen Rüttgers (beide CDU), sowie der Chef des norwegischen Aluminiumkonzerns Norsk Hydro teilnehmen. "Wir bleiben so lange optimistisch, bis das Aus für das Werk endgültig ist", sagte die Sprecherin. Sie warnte jedoch vor Euphorie. Beust habe eine für Freitag geplante Reise nach Prag wegen des Gipfels abgesagt.

Ende Oktober waren die Verhandlungen mit der Georgsmarienhütte Holding GmbH (GMH) zur Übernahme des Werks gescheitert. Zuvor war bereits die Trimet Gruppe (Essen/Düsseldorf) aus dem Bieterrennen ausgeschieden. Wegen zu hoher Strompreise hatten die drei Gesellschafter Alcoa, Austria Metall Aktiengesellschaft und Norsk Hydro die Schließung zum Jahresende beschlossen. Im Hüttenwerk und der Anodenproduktion sind 450 Beschäftigte davon betroffen.

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