Kompetenzzentrum

Althaus: Solarwirtschaft ist Leitindustrie in Thüringen

Nach Ansicht von Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat sich die Solarwirtschaft zu einer Leitindustrie in Thüringen entwickelt, wie er anlässlich des Richtfests für das Kompetenzzentrum für Hochtechnologie und Solarindustrie in Erfurt sagte. In dem Zentrum sollen u.a. Solartechniker ausgebildet werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/red) - "Mit Hilfe der Solartechnologie gewinnen wir nicht nur auf umweltfreundliche Weise Energie, vor allem werden im Bereich der Hochtechnologie zukunftssichere und krisenfeste Arbeitsplätze geschaffen", sagte Althaus in Erfurt. In der Solarindustrie sind den Angaben zufolge im Freistaat derzeit rund 2500 Menschen beschäftigt.

Ab März 2010 sollen in dem Kompetenzzentrum Solartechniker, Mechatroniker sowie Mikro- und Nanotechnologen ausgebildet werden. Träger der Einrichtung ist das Bildungswerk für berufsbezogene Aus- und Weiterbildung Thüringen. Die Kosten belaufen sich auf rund 9,2 Millionen Euro, 7,8 Millionen Euro Fördermittel steuert das Wirtschaftsministerium bei.

Der SPD-Energieexperte Hartmut Schubert warf der Landesregierung unterdessen vor, dass außer auf dem Landtag auf keinem Gebäude des Landes Solarstrom produziert werde. Dies sei ein "Armutszeugnis". Die Solarbranche in Thüringen brauche endlich Anwendungs- und Demonstrationsflächen für ihre Produkte, forderte Schubert. Neben der Stromerzeugung auf Landesflächen müsse zudem gezielt in Landeseinrichtungen auf Ökostrom gesetzt werden.

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