Sparsam

Altenheim in Mönchengladbach: Mit Wärme aus dem Kühlraum gegen den hohen Energiebedarf

Ein Altenheim mit "Vorbildcharakter" entsteht derzeit in Mönchengladbach-Neuwerk. Wärmerückgewinnung aus der Luft und aus den Kühlräumen sowie ein Erdwärmetauscher sollen dafür sorgen, dass das Haus mit 80 Zimmern und einer Brutto-Grundfläche von 4876 Quadratmetern nur zirka zehn Prozent der Heizenergie vergleichbarer Einrichtungen benötigt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Alter schützt vor Energiesparen nicht. In Mönchengladbach-Neuwerk entsteht bis 2003 ein Altenheim, dass dem Passivhaus-Standard entspricht. Das Projekt, das von Rongen Architekten und dem Kölner Ingenieur-Büro Nordhoff konzipiert wurde, ist bislang einmalig in Nordrhein-Westfalen. "Und deshalb besitzt es Vorbildcharakter", erklärte Dipl.-Ing. Rainer van Loon von der Energieagentur NRW anlässlich der Grundsteinlegung.

Nach der Grundsteinlegung rechnet der Caritasverband Mönchengladbach/Rheydt mit einer Fertigstellung im Oktober 2003. Bereits jetzt sorgt das "Caritas-Haus Neuwerk" für Aufsehen. Denn Wärmerückgewinnung aus der Luft und aus den Kühlräumen sowie ein Erdwärmetauscher, der auch zur Kühlung an heißen Sommertagen genutzt werden kann, lassen den Heizenergiebedarf schrumpfen. So soll das Altenheim mit 80 Zimmern und einer Brutto-Grundfläche von 4876 Quadratmetern nur zirka zehn Prozent der Heizenergie vergleichbarer Einrichtungen benötigen. Der errechnete Rest-Wärmebedarf von 58 Kilowatt und die Warmwasserversorgung sollen von nur drei Wandheizkesseln gedeckt werden. "Die Verwendung moderner Technologie zur bewussten Energienutzung kann Beispiel für ähnliche Projekte sein", so van Loon. Die Investitionskosten von fast acht Millionen Euro seien dank geringer Energiekosten zu verschmerzen. Das Projekt wurde mit rund 200 000 Euro aus dem REN-Programm vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

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