Milliardenschäden

Allianz macht Klimawandel zur Chefsache

Weil sich das Risiko eines Sachschadens durch die globale Erwärmung jährlich mit einer Rate von zwei bis vier Prozent erhöhe, will der Finanzkonzern Allianz den Klimawandel zukünftig als strategischen Risikofakor berücksichtigen. Dazu wird derzeit ein Expertenteam zusammengestellt.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

London (ddp/sm) - Der Allianz-Konzern hat angesichts der in den vergangenen Jahren durch Naturkatastrophen entstandenen Milliarden-Schäden den Klimawandel zum Thema auf Vorstandsebene erklärt. Der Klimawandel sei ein wesentlicher strategischer Risikofaktor in den Geschäften des Finanzkonzerns und künftig zu berücksichtigen, sagte Allianz-Vorstandsmitglied Joachim Faber am Dienstag in London.

Das Risiko eines Sachschadens durch die globale Erwärmung erhöhe sich jährlich mit einer Rate von zwei bis vier Prozent, ergänzte Andrew Torrance, Chef der britischen Versicherungstochter Allianz Cornhill. Die Allianz hat in London einen mit dem World Wildlife Fund (WWF) erarbeiteten Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Finanzsektor vorgestellt.

Gegenwärtig stelle der Konzern ein Team von Experten zusammen, erklärten die Allianz-Manager. Dieses solle bewerten, wie die in Zusammenhang mit einem Klimawechsel stehenden Kosten in die Risikobewertung einflössen. Die Ergebnisse würden im Herbst veröffentlicht. Faber kündigte zudem an, dass die Allianz ihre Investitionen in Windtechnologie und Windparks in den kommenden fünf Jahren um 300 Millionen bis 500 Millionen Euro erhöhen werde. Bislang hat die Allianz 200 Millionen Euro in die Windkraft investiert.

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