Trügerisch

AKW-Schutz durch Nebel: Berg warnt vor Billiglösungen

"Der Umgang mit unser aller Sicherheit ist ein Skandal. Ich werfe den Betreibern vor, die Öffentlichkeit mit einer Billiglösung abspeisen zu wollen. Sie sind aufgefordert, alle alternativen Schutzmaßnahmen gegen Terrorangriffe zu ergreifen", kommentierte SPD-Mann Dr. Axel Berg die Nebel-Pläne für AKWs.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Mit Bezug auf das kürzlich von den Betreibern der deutschen Atomkraftwerke vorgestellte Sicherheitskonzept, in dessen Mittelpunkt künstlicher Nebel Atomkraftwerke vor Terrorangriffen schützen soll, hat Dr. Axel Berg, stellvertretender energiepolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion vor "Billiglösungen" gewarnt.

Bei einem Angriff auf ein Atomkraftwerk ließe sich ein Terrorist weder auf ein anderes Ziel lenken, noch könne ein Reaktor fliehen, begründet Berg seine Bedenken. Eine zweite Schwachstelle sei die Vorwarnzeit. "Es sollen zwei Minuten ausreichen, die Vernebelung zu starten und den Reaktor notabzuschalten. Wer kann in dieser Zeit entscheiden, ob sich der Pilot nicht bloß verflogen hat?"

Berg weiter: "Der Umgang mit unser aller Sicherheit ist ein Skandal. Ich werfe den Betreibern vor, die Öffentlichkeit mit einer Billiglösung abspeisen zu wollen. Sie sind aufgefordert, alle alternativen Schutzmaßnahmen gegen Terrorangriffe zu ergreifen." Andere Abwehrmaßnahmen wie bauliche Nachrüstung oder ein Betonpfeiler-Schutzzaun würden nur deshalb nicht geprüft, weil sie zu teuer seien.

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