Revision beendet

AKW Neckarwestheim auf längere Laufzeit vorbereitet

Block I des Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN I) ist nach Abschluss der Jahresrevision wieder am Netz. Als größtes Einzelprojekt wurde eine umfangreiche Wartung des Drehstrom-Generators im nicht-nuklearen Teil der Anlage vorgenommen, hinzu kamen die üblichen Prüf- und Instandhaltungstätigkeiten sowie der Austausch von Brennelementen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Wie das Betreiberunternehmen EnBW mitteilt, ist der Sicherheitsstandard der Anlage auf höchstem internationalen Niveau, was von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach der sogenannten OSART-Mission im Jahr 2007 bestätigt wurde. Nach Aussage der IAEA könnte Block I noch weitere 30 Jahre betrieben werden.

Auf längere Laufzeiten vorbereitet

Auch bei der im deutschen Atomgesetz vorgeschriebenen Sicherheitsüberprüfung habe man gute Resultate erzielt. Daher halte EnBW den Antrag, Strommengen von Block II auf Block I zu übertragen, "unverändert für rechtlich zulässig, begründet und richtig". Gegen die Ablehnung des Antrages durch das Bundesumweltministerium im Sommer dieses Jahres wurde bereits Klage erhoben.

"Wenn sich Politik und Gesellschaft darüber hinaus für eine Rücknahme der Laufzeitverkürzung entscheiden sollten, sind unsere Anlagen hierauf in allen Belangen vorbereitet", so Jörg Michels, technischer Geschäftsführer Kraftwerkes.

Die Revision von Block I war in diesem Jahr zweigeteilt. Der erste Teil fand im Frühjahr statt. Damals wurden die turnusgemäß notwendigen Tätigkeiten in der Anlage sowie eine vorbereitende Inspektion des Drehstrom-Generators durchgeführt. Im Frühjahr passten die Wartungsarbeiten am Generator aufgrund ihrer Dauer nicht in den Revisionsterminplan der EnBW-Kraftwerke und wurden in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde in den Herbst verlegt.

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