Abkommen

Afrikanische Staaten planen Gaspipeline durch die Sahara

Das an Gasvorkommen reiche Nigeria, der Niger und Algerien haben ein Abkommen zum Bau einer Gaspipeline durch die Sahara unterzeichnet. Die ersten Gaslieferungen sollen nach derzeitiger Planung in sechs Jahren erfolgen können.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Abuja (afp/red) - Die Pipeline soll bei den Gasvorkommen im Nigerdelta im Süden Nigerias beginnen und über eine Länge von 4000 Kilometer bis nach Algerien führen, hieß es bei der Unterzeichnung des Abkommens am Freitag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Die Kosten für den Bau der Pipeline werden auf 10 Milliarden Dollar (7,1 Milliarden Euro) veranschlagt. Die Pipeline soll den Transport von Gas nach Europa erleichtern, die ersten Gaslieferungen sind für das Jahr 2015 geplant.

Ende Juni hatte der russische Energieriese Gazprom ein Abkommen mit der nigerianischen staatlichen Ölgesellschaft NNPC abgeschlossen, das Gazprom den Zugriff auf die Gasvorkommen des westafrikanischen Landes sichert. Dabei wurde auch der Bau einer 360 Kilometer langen Gaspipeline im Süden Nigerias ab 2010 verkündet, die in Zukunft den ersten Abschnitt der geplanten, die Sahara durchquerenden Pipeline bilden könnte. Die Gasvorkommen in Nigeria gelten als die siebtgrößten der Welt.

Top