Längere Laufzeit

Ältestes spanisches AKW bleibt länger am Netz

Das älteste spanische Atomkraftwerk soll offenbar zwei Jahre länger am Netz bleiben als ursprünglich geplant. Wie auch Deutschland hat Spanien den Atomausstieg beschlossen, nun dem ältesten der sechs Atomkraftwerke des Landes eine längere Laufzeit genehmigt.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Madrid (afp/red) - ) - Die sozialistische Regierung habe sich darauf verständigt, die Laufzeit des Atomkraftwerks Garoña in Nordspanien um zwei Jahre zu verlängern und es erst Ende 2013 abzuschalten, sagte der Präsident des Verbandes der spanischen Elektrizitätswirtschaft (UNESA), Pedro Rivero, am Donnerstag dem Radiosender Cadena Ser. Der Atomkraft-Experte der Umweltschutzorganisation Greenpeace, Carlos Bravo, bestätigte die Angaben. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Wie Deutschland hat auch Spaniens Regierung eigentlich einen Atomausstieg beschlossen. Demnach sollen alle spanischen Atomkraftwerke nach dem Ende ihrer Laufzeiten abgeschaltet und durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Das Atomkraftwerk Garoña in der Nähe von Burgos sollte ursprünglich Ende 2011 als erstes vom Netz gehen. Spanien hat derzeit sechs Atomkraftwerke mit insgesamt acht Reaktoren in Betrieb, sie decken etwa ein Fünftel des spanischen Energiebedarfs.

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