Demontage

Älteste deutsche Hochspannungsleitung wird abgebaut

RWE hat in Koblenz mit der Demontage eines Teilstücks der ältesten Hochspannungsleitung in Deutschland begonnen. Insgesamt soll eine 21 Kilometer lange Stromtrasse abgebaut werden. Der Strom wird in diesem Bereich seit Dezember durch eine neue Hochspannungsleitung mit eigens errichteten Masten geleitet.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Koblenz (ddp-rps/sm) - Für den Abbau musste am Montag für eine halbe Stunde die vielbefahrene Bahnstrecke Koblenz-Köln gesperrt werden, über welche die Stromleitung hinwegführte. Weil die abzubauenden Kabel auf keinen Fall mit der Oberleitung der Bahnstrecke in Kontakt kommen durften, musste ein Hubschrauber eingesetzt werden, wie RWE-Projektleiter Hermann Schneider am Montag auf ddp-Anfrage erläuterte.

Für den Piloten sei die Aktion absolute Präzisionsarbeit gewesen, betonte Schneider. Eine Berührung der alten Leitung mit der Bahnoberleitung hätte sofort einen größeren Kurzschluss ausgelöst.

Die im Abbau befindliche Stromtrasse gehörte zu einer zwischen 1924 und 1930 errichteten durchgehenden Stromleitung, die das Kohlerevier im nordrhein-westfälischen Brauweiler mit den Wasserkraftwerken in den Alpen verband. Als erste Leitung weltweit war sie für eine Spannung von bis zu 380.000 Volt ausgelegt, wurde aber nur mit 220.000 Volt betrieben.

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