Effizienzklassen

ADAC: Energielabels auch für Fahrzeuge

Der ADAC wird den von ihm getesteten Autos künftig ein Label ähnlich dem Energielabel auf Elektrogeräten verpassen. Die Fahrzeuge werden somit in Energieklassen eingeteilt, die das Vergleichen von Kraftstoffverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß vereinfachen sollen. Prangt also ein "A", "B" oder "C" ist das Auto besser als der Durchschnitt, der mit "D" gekennzeichnet ist.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Auf jedem Kühlschrank oder jeder Waschmaschine finden Käufer heute einen Hinweis auf die Energie- und Umwelteigenschaften des Gerätes. So hat es der Kunde leicht, sich für ein Produkt zu entscheiden, das umweltschonend arbeitet und damit oft auch den Geldbeutel schont. Ein solches Label verpasst der ADAC jetzt auch den Autos.

Künftig werden alle von ihm getesteten Fahrzeuge in Energieklassen eingeteilt und mit einem Kennbuchstaben ausgezeichnet. Lautet der "A", "B" oder wenigstens noch "C", dann ist das Fahrzeug in Sachen Kraftstoffverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß besser als der Durchschnitt ("D") der vergleichbaren Fahrzeuge. Gibt es bei der Bewertung nur ein "E","F" oder gar ein "G", dann entspricht das Fahrzeug nicht mehr dem Stand der Technik. Um die Bewertung für den Verbaucher noch effektiver zu machen, wird der Buchstabe durch eine Prozentangabe ergänzt, die angibt, um wie viel der Wagen besser oder schlechter ist als der Durchschnitt. Außerdem werden der Wert des Kohlendioxid-Ausstoßes in Gramm/pro Kilometer und der Kraftstoffverbrauch in Liter genannt.

Noch ist unklar, ob der Gesetzgeber bei der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie in nationales Recht diese verbaucherfreundliche Idee aufgreifen wird. Der Gesetzentwurf begnügt sich mit der bloßen Angabe der Verbrauchswerte und der Kohlendioxid-Emission in allen Werbeprospekten und am Verkaufsort der Fahrzeuge. Der ADAC fordert jedoch eine unmittelbare Einteilung in Energieeffizienzklassen, damit es auch dem Laien auf Anhieb möglich ist, die Angaben mit anderen Fahrzeugen zu vergleichen.

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